| Im Herzen von Ahrensburg
Schloß Ahrensburg liegt auch heute noch reizvoll
im grünen Hunnautal, als Insel umgeben von Wassergräben
und dem aufgestauten Mühlenteich. Von der ehemaligen
Gesamtanlage des Adligen Gutes haben sich außer dem
Schloß die Mühle,
der Marstall,
die sogenannte Bagatelle und die Kirche
mit den Gottesbuden
erhalten.
Der Schloßpark
war unter dem Schatzmeister Schimmelmann als großartiger
Barockgarten geplant. Diese Idee wurde aber nur sehr begrenzt
umgesetzt. Aus dieser Epoche stammen noch die Lindenalleen
auf den Wallresten der Schloßinsel. Vor der Brücke
zum Schloß liegen auf Postamenten zwei Sandsteinlöwen,
1765 von Ludwig Lücke geschaffen. Aus derselben Zeit
stammen zwei spätbarocke Sandsteinvasen.
Der Großteil des Gartens erstreckt sich als englischer Landschaftspark aus der Zeit um 1870. Bemerkenswert sind die seltenen Baumarten, darunter eine über 150 Jahre alte schlitzblättrige Federbuche auf der Schloßinsel, die unter Naturschutz steht. Ein das Gelände umlaufender "belt-walk" gibt schöne Blicke auf Schloß und Umgebung frei.
Den Hauptzugang der Insel bildet eine zweibogige Granitquaderbrücke. Ihr gegenüber liegt der ehemalige Wirtschaftshof mit dem Marstall, der 1845 errichtet wurde und heute als Kulturzentrum dient.
Die Kirche wurde 1594-96 von Peter Rantzau als zentrale
Grablege und Gutskirche erbaut. Ihre kostbare Ausstattung
enthält Elemente aus drei Jahrhunderten (16.-18. Jh.).
Besonders unter der Vielzahl der Objekte hervorzuheben sind
der schöne Taufengel, der Kanzelaltar und die Pastorenstühle.
Zu beiden Seiten der Kirche liegen die sogenannte Gottesbuden,
zwei Reihen langgestreckter Backsteinhäuser mit je
zwölf Armenwohnungen (heute elf), die auf eine mildtätige
Stiftung Peter Rantzaus zurückgehen und bedürftigen
Gutsuntertanen vorbehalten waren. Auch heute noch dienen
sie sozial Schwachen als Wohnung und bilden damit seit über
400 Jahren eine selten lange Tradition sozialer Fürsorge.
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